Pferdekrankheiten und ihre Folgen

Veröffentlicht in Pferdegesundheit |

In diesem Beitrag wollen wir uns mit leider häufiger auftretenden Pferdekrankheiten beschäftigen. Dabei gehen wir auf die Symptome ein und geben Hinweise, wie der Pferdehalter damit umgehen sollte.

Dämpfigkeit – was versteht man unter dieser Pferdekrankheit und welche Folgen kann sie haben?

Dämpfigkeit ist der umgangssprachliche Begriff für Lungenemphysemen bei Pferden, die aufgrund von chronischen Erkrankungen des Herzens oder der Lungen entstehen können. Bis zum 01.01.2002 galt die Dämpfigkeit übrigens als ein Gewährsmangel beim Erwerb eines Pferdes.

Ursachen der Dämpfigkeit

Wenn Erkrankungen des Bronchialsystems bei Pferden nicht rechtzeitig behandelt werden, können sie schnell chronisch werden. Der anfängliche, feuchte Husten verändert sich allmählich in einen trockenen Husten und führt somit zur Dämpfigkeit. Ein weiterer Auslöser der Dämpfigkeit kann das falsche Eindecken des Pferdes in der kalten Jahreszeit sein. Viele Pferdebesitzer decken ihre Pferde nur nachts ein und legen die Winterdecke tagsüber wieder ab. Allerdings führt das dazu, dass der Tag-Nacht-Modus durcheinander kommt, da das Pferd keine Temperaturunterschiede mehr feststellen kann.

Welche Symptome treten bei Dämpfigkeit auf?

Dämpfige Pferde haben erkennbare Probleme mit ihrer Atmung: Bereits bei geringer Anstrengung hört man, dass die Atmung schwer und unregelmäßig ist. Abgesehen davon leiden dämpfige Pferde oft unter Husten und entwickeln nach einiger Zeit eine sogenannte „Dampfrinne“. Bei der Dampfrinne handelt es sich um eine Einkerbung, die zwischen Rippenbogen und Bauchmuskel auftritt. Zu Beginn der Krankheit bemerkt man oft noch keine Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit, doch im Laufe der Zeit nimmt die Belastbarkeit des Pferdes spürbar ab.

Was kann man gegen Dämpfigkeit tun?

Bislang gibt es noch keine Möglichkeit, dämpfige Pferde vollständig zu heilen. Allerdings kann man die Symptome mit Langzeitpräparaten lindern und dem Pferd somit mehr Wohlbefinden schenken. Darüber hinaus ist es wichtig, dass Pferd nicht unnötig zu belasten und alles zu vermeiden, was die Lunge und die Atmenwege reizen könnte.

Kolik beim Pferd – was bedeutet das?

Unter den Begriff „Kolik“ fallen zahlreiche Krankheitsanzeichen, die im Magen-Darm-Bereich des Pferdes auftreten. Das Auftreten der Kolik deutet auf eine Fehlfunktion des Verdauungstraktes hin und ist somit ein Oberbegriff für Krankheiten, die verschiedene Ursachen haben können.

Wie kommt es zu einer Kolik beim Pferd?

Eine Kolik tritt häufig beim Darmverschluss auf, der z.B. durch nicht ausreichend verdautes Futter ausgelöst werden kann. Auch eine Verlagerung, Einklemmung oder Verschlingung des Darms kann zu einer Abschnürung und somit zu einer Kolik führen. Abgesehen davon gibt es auch „Stresskoliken“, die durch psychische Belastungen wie z.B. lange Transporte oder Reitturniere entstehen. Wetterbedingte Koliken, die bei Wetterwechsel oder im Frühling auftreten, sind ebenfalls keine Seltenheit. Grundsätzlich kann man sagen, dass Koliken durch mangelnde Bewegung und Parasitenbefall des Darms begünstigt werden.

Welche Symptome gibt es bei einer Kolik?

Pferde, die unter einer Kolik leiden, sind sehr unruhig, werfen den Kopf nach hinten und schlagen sich unter den Bauch. Auch aufgerissene Augen, Schweißausbrüche und trockene Mundschleimhaut zählen zu den bekanntesten Symptomen für eine Kolik.

Behandlungsformen der Kolik

Bei einer Kolik ist es wichtig, schnell zu handeln und einen Tierarzt zu rufen. Dieser verabreicht dem Pferd krampflösende Medikamente und Schmerzmittel (Bezug z.B. über tierapotheken.info). In den meisten Fällen muss auch eine Kolikoperation durchgeführt werden, um den Darm zu kontrollieren und ihn wieder funktionsfähig zu machen. Wichtig: Bei Koliken ist schnelle Hilfe wichtig, da das Pferd ansonsten in Lebensgefahr schwebt.

Was ist der Satteldruck und wie macht er sich bemerkbar?

Beim Satteldruck handelt es sich um eine Druckstelle auf der Haut des Pferdes. Sie entsteht durch Sattel, die nicht richtig passen und deshalb für schmerzhafte Druckstellen sorgen. Doch auch passende Sattel, die nicht richtig positioniert sind, sowie nicht glatt aufgelegte oder verschmutzte Satteldecken können einen Satteldruck auslösen.

Symptome des Satteldrucks

Wenn das Pferdefell nach dem Abnehmen des Sattels aufgerauht ist, abbricht oder stumpf wirkt, deutet dies meistens auf einen beginnenden Satteldruck hin. Auch eine nicht gleichmäßig nass geschwitzte Sattellage beweist, dass der Sattel nicht richtig passt. Ein fortgeschrittener Satteldruck sorgt oft für Schwellungen, Haarausfall und offene Wunden, bei denen unbedingt ein Tierarzt gerufen werden sollte.

Was kann man zur Behandlung des Satteldrucks tun?

Leidet das Pferd unter einem Satteldruck, hilft nur eines: Bis zur Abheilung darf es keinen Sattel tragen. Langfristig gesehen sollte man unbedingt einen neuen Sattel kaufen und darauf achten, dass er perfekt passt. Nur so ist es möglich, schmerzhaften Satteldruck zu vermeiden und dem Pferd wieder mehr Freude am Reitsport zu schenken.

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